Trotse Van Marwijk merkt das WM-Platzierungen in Saudi-Arabien vieles lockern 

Bert van Marwijk konnte sein Glück kaum fassen, als ihm vorgeschlagen wurde Saudi-Arabien dank eines 1-0 Heimsieges gegen Japan zur WM im folgenden Jahr zu führen.

„Ich habe immer gesagt, dass wir eine Chance haben“, berichtete der niederländische Bundestrainer im Gespräch mit dem Voetbal International bei seinen Kommentaren zu Beginn der Qualifikationscampagne.

Das Saudi-Arabien das letzte mal 2006 bei einer WM teilnahm, machte die Präsentation seiner Mannschaft in den vergangenen Monaten umso spezieller laut Van Marwijk.

„Das erleichtert unglaublich. Diese Generation von Spielern wurde sehr lange im eigenen Land kritisiert, da sie nie Erfolg hatten. Damit haben sie heute Abend aufgehört“, sagte er stolz.

Fahad Al-Muwallad krönte sich gegen das bereits qualifizierte Japan zum Helden der Nation durch den einzigen Treffer in der 63. Minute.

Schnelligkeit

Van Marwijk sah, dass seine Mannschaft sich gegen die Poulegewinner schwer tat. „Japan kam klar um zu gewinnen und bekam auch Chancen. Nach der Pause haben wir umgestellt und sind ohne Spitze mit Geschwindigkeit an die Flanken“, erklärte der 65-jährige Deventenaar seine Wechsel.

„Das zeigte sofort Wirkung. Wir hatten sofort Tiefe und Angriff und das lieferte auch das Siegertor. Trotzdem blieb es unglaublich spannend, da Japan eine sehr starke Mannschaft hat.“

Zum fünften Mal besuchen die Saudis eine WM. Sie waren bereits in 1994, 1998, 2002 und dabei 06.

Nationaltrainer Van Marwijk qualifiziert sich mit Saudi-Arabien für die WM

Bert Van Marwijk darf sich für seine zweite WM als Nationaltrainer vorbereiten. Der Niederländer konnte sich am Dienstag mit Saudi-Arabien durch den Sieg gegen Japan für den Welt-Titelwettkampf platzieren. Auch Südkorea ist im nächsten Sommer in Russland dabei.

Saudi-Arabien gewann dank einem 1-0 Tor vom Ersatzspieler Fahad Al Muwallad im King Abdullah Sports City in Jeddah gegen Japan, und konnte auf diese Weise die direkte Qualifikation für die WM erringen.

Es wird nun das fünfte Mal, dass die Saudis bei einer WM mit dabei sein dürfen. Sie haben auch schon 1994, 1998, 2002 und 2006 daran teilgenommen. Das Land aus dem Nahen Osten erreichte bei der ersten Teilnahme die Achtel-Finale, in der sie aber gegen Schweden verloren haben.

In der Gruppe B der Asiatischen Qualifikationsrunde konnten sich die Japaner bereits in einem früheren Stadium als Gruppenbester platzieren. Saudi-Arabien stritt mit Van Marwijk noch mit Australien um den heißbegehrten, zweiten Platz, mit dem man auch das Recht auf eine direkte Platzierung hatte.

Australien

Die Australische Fußballnationalmannschaft ‚Socceroos‘ siegte schon eher am Dienstag mit 2-1 gegen Thailand und setzten damit die Saudis unter Druck. Aber es hat sich bewahrheitet, dass die Equipe von Van Marwijk dagegen bestehen konnte und rechnete dann zuhause knapp mit Japan ab. Den Australiern bleibt darum noch ein Play-Off gegen Syrien.

Saudi-Arabien wird damit das 8ste Land, das ein Ticket nach Russland buchen kann. Brasilien, Iran, Japan, Mexiko, Belgien, Südkorea und das Gastland konnten sich bereits die Teilnahme sichern.

Van Marwijk, der von Mark van Bommel und Adrie Koster assistiert wird, war bereits einmal als Nationaltrainer bei einer WM zugegen. 2010 erreichte er mit der niederländischen Fußballnationalmannschaft (Het Nederlands Elftal) das Finale in Südafrika, wo sie nach einer Verlängerung gegen Spanien aber verloren haben.

 

Südkorea

Südkorea konnte sich schon eher am Dienstag als siebtes Land für die WM im nächsten Sommer in Russland qualifizieren. In Taschkent reichte dem Team ein 0-0 gegen Konkurrent Usbekistan, um sich das Ticket nach Russland zu sichern.

In der vergangenen Woche hat das südkoreanische Team von Nationaltrainer Tae-Yong-Shin die erste Chance auf eine Qualifikation in Seoul wegen eines torlosen Spiels (0-0) gegen den bereits qualifizierten Iran, nicht ergriffen.

In und gegen Usbekistan blieb die Nummer 4 der WM von 2002 am Dienstag 90 Minuten gegen diesen Fußballzwerg auf den Beinen. Dank diesem Punkt endete Südkorea mit 15 Punkten als Zweiter in der Gruppe, mit 2 Punkten mehr als die Nummer 3 Syrien.

Syrien
Syrien erhielt in der Schlussfase einen Punkt in Iran (2-2), konnte damit in letzter Minute den Stand von Usbekistan überholen und darf nun als Nummer 3 in der Qualifikationsgruppe an den Play-Offs für das WM-Ticket teilnehmen.

Tamer Haj Mohamad hatte das vom Krieg gebeutelte Land zunächst in Führung gebracht, ehe der Iraner Sardar Azmound das Blatt zwischenzeitlich mit 2 Toren wendete. Aber in der 93. Minute sorgte Omar Al Soma doch noch für syrische Freudentränen in Teheran.

Syrien trifft in den Play-Offs also nun auf Australien. Der Sieger dieses Treffens spielt gegen den Vierten aus der Nord-und Mittelamerikanischen WK-Qualifikationsgruppe.

China schloss die Qualifikationsreihe mit einem 1-2 Sieg in Katar, aber das hat sich als nicht ausreichend für den 3. Platz herausgestellt. Xiao Zhi en Wu Lei schossen in Doha die Tore, den Torerfolg von diesem steinreichen Ölstaat hatte  Akram Afif.