Untersuchung gegen Infantino nach Interessensvereinigung

Wird Gianni Infantino schon Heimweh nach seinem alten Job haben? Er war der Witzbold, der regelmäßig mit breitem Grinsen die Champions League-Verlosung leitete. Nun steht der bei der FIFA zur Diskussion FIFA.

Nach alldem, was um Sepp Blatter passierte, musste der Weltfußballbund eingreifen. Die FIFA hat inzwischen eigene Regeln, um Korruption zu verhindern. So dürfen FIFA-Mitglieder keine politische Verbindung haben.

Das sorgte für ein Problem mit einem russischen Mitglied, das auch Teil der Regierung unter Präsident Putin war. Er sollte aus der FIFA ausgeschlossen werden, aber dagegen widersetzte sich Infantino. Nun kommt er dadurch ins Gerede.

„Die FIFA kann seinen eigenen Antikorruptionsregeln scheinbar nicht folgen“, so ein ehemaliges Mitglied des Weltfußballbundes.

Trotse Van Marwijk merkt das WM-Platzierungen in Saudi-Arabien vieles lockern 

Bert van Marwijk konnte sein Glück kaum fassen, als ihm vorgeschlagen wurde Saudi-Arabien dank eines 1-0 Heimsieges gegen Japan zur WM im folgenden Jahr zu führen.

„Ich habe immer gesagt, dass wir eine Chance haben“, berichtete der niederländische Bundestrainer im Gespräch mit dem Voetbal International bei seinen Kommentaren zu Beginn der Qualifikationscampagne.

Das Saudi-Arabien das letzte mal 2006 bei einer WM teilnahm, machte die Präsentation seiner Mannschaft in den vergangenen Monaten umso spezieller laut Van Marwijk.

„Das erleichtert unglaublich. Diese Generation von Spielern wurde sehr lange im eigenen Land kritisiert, da sie nie Erfolg hatten. Damit haben sie heute Abend aufgehört“, sagte er stolz.

Fahad Al-Muwallad krönte sich gegen das bereits qualifizierte Japan zum Helden der Nation durch den einzigen Treffer in der 63. Minute.

Schnelligkeit

Van Marwijk sah, dass seine Mannschaft sich gegen die Poulegewinner schwer tat. „Japan kam klar um zu gewinnen und bekam auch Chancen. Nach der Pause haben wir umgestellt und sind ohne Spitze mit Geschwindigkeit an die Flanken“, erklärte der 65-jährige Deventenaar seine Wechsel.

„Das zeigte sofort Wirkung. Wir hatten sofort Tiefe und Angriff und das lieferte auch das Siegertor. Trotzdem blieb es unglaublich spannend, da Japan eine sehr starke Mannschaft hat.“

Zum fünften Mal besuchen die Saudis eine WM. Sie waren bereits in 1994, 1998, 2002 und dabei 06.

FIFA gibt Weltrangliste bei der WM-Verlosung in Russland an 

Die FIFA führt die Verlosung für die Fußballweltmeisterschaft im folgenden Jahr in Russland aus.

Die 32 teilnehmenden Länder werden aus vier Töpfe verteilt. Gastgeber Russland und die sieben höchstdotierten Länder im Ranking vom 16.Oktober kommen in Topf 1.

Die FIFA verabschiedet sich damit vom komplexen Verlosungssystem, das bei der WM 2014 in Brasilien verwendet wurde.

Die FIFA gibt die Rangliste vom 16. Oktober an, damit die Länder, die danach noch Play-Offs spielen den Vorteil haben, extra Punkte auf Kosten anderer Länder erreichen zu können.

Außerdem bleibt die Regel in Kraft, dass keine zwei Länder vom selben Kontinent in eine Gruppe kommen, mit Außnahme von Europa.

Italien

Die Top sieben der Weltrangliste wird nun durch Deutschland, Brasilien, Portugal, Argentinien, Belgien, Polen und der der Schweiz gebildet. Mit dem heutigen Ranking würden Frankreich (achter) und Spanien (elfter) in Topf 2 landen, und Italien (siebzehnter) bei WM-Teilnahme in Topf 3.

Topf 2 ist dann noch möglich, wenn mehrere Länder, die vor Italien kommen die WM nicht holen . Die Italiener selbst müssen den Gruppengewinn Spanien überlassen und sich über die Play-Offs qualifizieren.

Brasilien, Iran, Mexiko, Japan, Belgien, Süd-Korea und Saudi-Arabien haben nach Russland bereits sicher ein WM-Ticket. Die Verlosung findet am 1. Dezember im Kremel in Moskau statt.

Nationaltrainer Van Marwijk qualifiziert sich mit Saudi-Arabien für die WM

Bert Van Marwijk darf sich für seine zweite WM als Nationaltrainer vorbereiten. Der Niederländer konnte sich am Dienstag mit Saudi-Arabien durch den Sieg gegen Japan für den Welt-Titelwettkampf platzieren. Auch Südkorea ist im nächsten Sommer in Russland dabei.

Saudi-Arabien gewann dank einem 1-0 Tor vom Ersatzspieler Fahad Al Muwallad im King Abdullah Sports City in Jeddah gegen Japan, und konnte auf diese Weise die direkte Qualifikation für die WM erringen.

Es wird nun das fünfte Mal, dass die Saudis bei einer WM mit dabei sein dürfen. Sie haben auch schon 1994, 1998, 2002 und 2006 daran teilgenommen. Das Land aus dem Nahen Osten erreichte bei der ersten Teilnahme die Achtel-Finale, in der sie aber gegen Schweden verloren haben.

In der Gruppe B der Asiatischen Qualifikationsrunde konnten sich die Japaner bereits in einem früheren Stadium als Gruppenbester platzieren. Saudi-Arabien stritt mit Van Marwijk noch mit Australien um den heißbegehrten, zweiten Platz, mit dem man auch das Recht auf eine direkte Platzierung hatte.

Australien

Die Australische Fußballnationalmannschaft ‚Socceroos‘ siegte schon eher am Dienstag mit 2-1 gegen Thailand und setzten damit die Saudis unter Druck. Aber es hat sich bewahrheitet, dass die Equipe von Van Marwijk dagegen bestehen konnte und rechnete dann zuhause knapp mit Japan ab. Den Australiern bleibt darum noch ein Play-Off gegen Syrien.

Saudi-Arabien wird damit das 8ste Land, das ein Ticket nach Russland buchen kann. Brasilien, Iran, Japan, Mexiko, Belgien, Südkorea und das Gastland konnten sich bereits die Teilnahme sichern.

Van Marwijk, der von Mark van Bommel und Adrie Koster assistiert wird, war bereits einmal als Nationaltrainer bei einer WM zugegen. 2010 erreichte er mit der niederländischen Fußballnationalmannschaft (Het Nederlands Elftal) das Finale in Südafrika, wo sie nach einer Verlängerung gegen Spanien aber verloren haben.

 

Südkorea

Südkorea konnte sich schon eher am Dienstag als siebtes Land für die WM im nächsten Sommer in Russland qualifizieren. In Taschkent reichte dem Team ein 0-0 gegen Konkurrent Usbekistan, um sich das Ticket nach Russland zu sichern.

In der vergangenen Woche hat das südkoreanische Team von Nationaltrainer Tae-Yong-Shin die erste Chance auf eine Qualifikation in Seoul wegen eines torlosen Spiels (0-0) gegen den bereits qualifizierten Iran, nicht ergriffen.

In und gegen Usbekistan blieb die Nummer 4 der WM von 2002 am Dienstag 90 Minuten gegen diesen Fußballzwerg auf den Beinen. Dank diesem Punkt endete Südkorea mit 15 Punkten als Zweiter in der Gruppe, mit 2 Punkten mehr als die Nummer 3 Syrien.

Syrien
Syrien erhielt in der Schlussfase einen Punkt in Iran (2-2), konnte damit in letzter Minute den Stand von Usbekistan überholen und darf nun als Nummer 3 in der Qualifikationsgruppe an den Play-Offs für das WM-Ticket teilnehmen.

Tamer Haj Mohamad hatte das vom Krieg gebeutelte Land zunächst in Führung gebracht, ehe der Iraner Sardar Azmound das Blatt zwischenzeitlich mit 2 Toren wendete. Aber in der 93. Minute sorgte Omar Al Soma doch noch für syrische Freudentränen in Teheran.

Syrien trifft in den Play-Offs also nun auf Australien. Der Sieger dieses Treffens spielt gegen den Vierten aus der Nord-und Mittelamerikanischen WK-Qualifikationsgruppe.

China schloss die Qualifikationsreihe mit einem 1-2 Sieg in Katar, aber das hat sich als nicht ausreichend für den 3. Platz herausgestellt. Xiao Zhi en Wu Lei schossen in Doha die Tore, den Torerfolg von diesem steinreichen Ölstaat hatte  Akram Afif.

WM-Qualifikationsspiel Südafrika – Senegal wird wiederholt

Der Südafrikanische Fußball-Verband hat der Entscheidung der FIFA zugestimmt, das WM-Qualifikationsspiel zwischen Südafrika und Senegal vom letzten Jahr im November (2-1) zu wiederholen.

Der Welt-Verband FIFA hat das Ergebnis vorige Woche für ungültig erklärt, da der Wettstreit unter der Leitung des ghanaischen Schiedsrichters stand, der nun lebenslang wegen seiner fragwürdigen Entscheidungen gesperrt ist.

Südafrika hatte in Erwägung gezogen, gegen die Entscheidung der FIFA in Berufung zu gehen, aber hat nun doch zugestimmt. Der Nationalverband hat das aber noch nicht amtlich bestätigt.

„Wir haben aus moralischen und ethischen Gründen beschlossen, dass wir den Wettstreit wiederholen müssen, wenn dieser manipuliert wurde“, hieß es in einer Mitteilung des Verbandes am Dienstag.

„Wir haben zur Kenntnis genommen, dass der Schiedsrichter eine gerichtliche Klage eingereicht hat. Wenn das Gericht die Sperrung aber wieder aufhebt, wird alles nichtig erklärt und wir behalten uns das Recht vor, die Entscheidung für eine Wiederholung des Wettstreits doch noch anzufechten“.

Schlusslicht

Die Wiederholung des Wettstreits ist eine schlechte Nachricht für die Südafrikaner, die das Schlusslicht in der Gruppe D der afrikanischen WM-Qualifikation waren und wegen dieser Maßregel nun nur noch einen Punkt übrig halten. Senegal hat vier Punkte mehr und steht an dritter Stelle.

Burkina Faso geht mit 6 Punkten in Führung. Nummer 2, Kap Verde, hat ebenso viele Punkte, aber weniger Tore. Nur die Nummer 1 kann in die Gruppe der WM kommen.

Die FIFA stellt am Donnerstag das neue Datum für den Wettstreit Südafrika-Senegal fest. Der Wettstreit wird wahrscheinlich im November gespielt. Das ist ein Monat vor der Auslosung für die WM im nächsten Jahr in Russland.

Darf Überraschungsspieler zur WM 2018? „Ich sage das öffentlich“

Belgien kann sich jetzt schon über die Teilnahme an der WM 2018 ziemlich sicher sein. Es darf also langsam über die Aufstellung spekuliert werden. Einer der ganz sicher dabei sein will, ist Landry Dimata, obwohl er noch nie für sein Land gespielt hat.

Dimata redet im Het Nieuwsblad absolut nicht um den heißen Brei. Die WM 2018 gehört zu seinen großen Zielen. „Ja, ich sage das öffentlich. Ich bin bereit und hoffe auf eine Aufstellung. Dendoncker und Tielemans wurden schon aufgestellt, als sie noch bei Anderlecht spielten. Wenn ich also bei Wolfsburg spiele, ein Verein, der immerhin in den drei wichtigsten Ligen der Welt mitmischt, bin ich auch für die Nationalelf interessant“, so Dimata.

Der gerade mal Neunzehnjährige hat mit Romelu Lukaku schon mal einen großen Fan. „Ich fühlte mich aufgewertet als Romelu Lukaku letztes Jahr zu Oostende-Anderlecht kam und mich hinterher zur Seite nahm: Arbeite weiter so, glaube weiter an Dich und dann sehen wir uns demnächst bei den Roten Teufeln. Es wäre vermessen zu behaupten, dass ich auch mal 80 Millionen wert sein werde wie Romelu. Aber Lukaku ist ein Vorbild und ich möchte mindestens genauso gut werden. Warum nicht sogar besser auf langer Sicht?“

Dem Bundestrainer ist er jedenfalls nicht gänzlich unbekannt. „Als ich letztes Jahr zum jüngsten Profi-Fußballspieler des Jahres ausgerufen wurde, flüsterte der Bundestrainer Roberto Martinez mir übrigens, dass ich genauso weiter arbeiten solle.“

Fatih Terim nicht länger Bundestrainer der Türkei

Fatih Terim nicht länger Bundestrainer der Türkei. Trainer wurde nach einem Vorfall außerhalb des Fußballplatzes entlassen.

Vor zwei Wochen gingen Terim die Fäuste durch. Der Trainer wurde in einer Schlägerei mit einem Restaurantbesitzer verwickelt und soll mit seinen Schwiegersöhnen fünf Menschen verletzt haben. Der Vorfall wurde mit der Kamera festgehalten.

„Es gab mehrere Vorfälle dieser Art außerhalb des Spielplatzes, über die auch aus verschiedenen Quellen und in den Medien berichtet wurden. Dadurch sahen wir uns gezwungen einen Entschluss zu fassen“, so die Aussage des türkischen Fußballbundes.

Neben den Vorfällen fehlten Terim zudem positive Ergebnisse mit der türkischen Nationalelf. Das Land wurde 2016 während der EM bereits in den Gruppenspielen ausgeschaltet und befindet sich derzeit auf einen geteilten dritten Platz für die WM-Qualifikation in 2018.

Gesperrter Blatter wird auf Einladung Putin besuchen

Sepp Blatter wird nächstes Jahr die Fußball-WM in Russland besuchen. Der ehemalige Vorsitzende der FIFA gab an, vom russischen Präsident Vladimir Putin eingeladen worden zu sein.

Blatter ist bis 7. Oktober 2021 von allen Aktivitäten im Fußball wegen Teilhabe am Korruptionsskandal im Fußballbund gesperrt. Das hält den 81-jährigen Schweizer nicht davon ab, folgenden Sommer nach Russland zu reisen.

„Ja, ich gehe sicher zur WM. Putin hat mich eingeladen“, sagte Blatter am Sonntag der schweizer Zeitung Blick. „Ich kann nicht als Schiedsrichter eingesetzt werden, aber ansonsten kann ich alles tun“, fügte er hinzu.

In der Schweiz läuft ein Strafverfahren gegen Blatter, dessen Anwälte ihm raten nicht in das Flugzeug ins Ausland zu steigen.

Blatter wurde anfangs für acht Jahre gesperrt, da er eine Bezahlung von 2 Millionen schweizer Franken (1,8 Millionen Euro) an den damaligen UEFA-Vorsitzenden Michel Platini getätigt hatte. Bei der Berufung wurde die Strafe Blatters auf sechs Jahre reduziert.

Doping

Blatter gab im Interview mit dem Blick bekannt dass er sich sicher ist, dass Russland auf seiner eigenen WM spielen wird, trotz der Anschuldigung von Dopings bei der WM 2014 in Brasilien.

Letzte Woche wurde bekannt gegeben, dass die FIFA eine Untersuchung gegen 34 russische Fußballer, die in Verdacht stehen verbotene Mittel einzunehmen,eingeleitet hat. Darunter die 23-köpfige WM-Auswahl vor drei Jahren.

„Die Russen sollen einfach mitspielen“, sagt Blatter. „Vor der WM 2014 wurde viel auf Doping getestet, auch bei russischen Spielern. Ich glaube nicht, dass sie gedopt haben, aber warten wir die Untersuchung ab.“

Die WM in Russland dauert von 14 Juni 2018 bis 15 Juli desselben Jahres.

Tolle Neuigkeiten für Fußball-Fans, die zur WM nach Russland wollen!

Gute Neuigkeiten für jeden, der nächstes Jahr zu Fußball-WM nach Russland will. Ein Visum, dass jede Menge Aufwand mit sich bringt, ist wohl nicht notwendig.

Während des Confederations Cups, dem größten Test für die WM, hat Russland schließlich die die Fan ID eingeführt. Damit kann man ohne Visum in das Land und das soll nun auch zur WM eingeführt werden.

Die FAN ID ist ein elektronisches Dokument, dass jeder Zuschauer beim Confederations Cup (und wohl auch der WM) besitzen musste, um ins Stadion zu kommen. Darauf stehen die Persönlichen Daten des Fans.

Die Vorteile sind nicht zu unterschätzen. Zehn Tage vor bis zehn Tage nach dem Turnier können Besitzer ohne Visum mehrmals nach Russland ein- oder ausreisen. Außerdem bekommen sie kostenlose Transfers in speziellen Zügen zwischen den Spielstädten und kostenlos öffentlichen Nahverkehr in der Stadt am Spieltag.

Belgien keine Topposition zur WM-Auslosung?

Schlechte Neuigkeiten für Belgien mit Blick auf die WM. Im gestrigen FIFA-Ranking sank Belgien von Platz 7 auf 10. Somit wird das Land bei der EM-Verlosung nächstes Jahr keinen Platz in Lostopf 1 haben. Nur das Gastland und die Top 7 bekommen einen Schutzstatus. Letzten Monat wurde Belgien von  Polen, der Schweiz und Portugal überholt. Ende 2015 spielte das Land noch ganz oben. Dieser Platz gehört nun Deutschland. Die Niederlande sanken auf einen historischen 32. Platz.